Mut zur Veränderung

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Nichts in der Geschichte des Lebens ist beständiger als der Wandel.” Mit dieser Aussage trifft Charles Darwin voll ins Schwarze, denn es gibt keine Sekunde in unserem Leben, in der sich die Welt nicht verändert hätte. Du gehst niemals im gleichen Fluss baden, du wirst niemals den gleichen Morgen, denselben Sonnenaufgang erleben. Dennoch haben viele Menschen Angst vor Veränderung – sie halten lieber an Altbekanntem, Bewährtem fest, selbst wenn sie es nicht wirklich mögen und vielleicht sogar darunter leiden. Warum stehen wir Veränderungen oft so skeptisch gegenüber?

Diese Frage habe ich mir gestellt, als ich erst kürzlich meine ganze Homepage mit Hilfe der Acrom (die Jungs sind übrigens wirklich super!) auf neue Technologien umgestellt habe. Gerade jetzt, da es im Grunde genommen bestens lief und ich mir so viel HTML-Wissen angeeignet hatte, um meine Seite weitgehendst meinen Bedürfnissen selbst anzupassen und zu erweitern, verändere ich wieder alles, lasse Altes los, um Neues zu beginnen – bin wieder Anfängerin und von der Fülle der neuen Tools etwas überfordert. Und doch scheine ich für Veränderungen ein gewisses Faible zu haben. Stillstand langweilt mich, auch wenn es manchmal nicht ganz ohne ist, sich dauernd in neue Gefilde zu wagen.

Doch wie viele Menschen finden immer wieder Gründe, um möglichst nichts in ihrem Leben zu verändern. Ja keine Risiken einzugehen! An Ausreden mangelt es uns weiss Gott nicht. Entweder sind die Kinder noch zu klein, das Haus nicht abbezahlt oder wir sind zu dick, zu alt, zu jung, haben zu wenig Geld in der Tasche. Egal was auch immer es sein möge – irgend eine Ausrede finden wir schon, um gerade jetzt nichts Neues zu beginnen. Später… irgendwann… vielleicht… dann wenn… Tja, vergesst es! Irgendwann später wird nie kommen! Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt dazu – wenn da nicht diese verflixten Ausreden wären, das Leben eigenverantwortlich in die eigenen Hände zu nehmen. 😉

Was sind denn nun die Herausforderungen, Neues zu wagen?

Hier ein paar Gedanken dazu:

  • Die Angst zu überwinden, Altbewährtes loszulassen – denn wir können ja nie wissen, ob das Neue auch wirklich besser ist und wir nicht vom Regen in die Traufe geraten. Wir werden es erst wissen, wenn wir den Schritt gewagt haben und niemals vorher. Doch  wenn wir uns vor Augen halten, dass Menschen in der Regel dem nachtrauern, was sie im Leben (meistens aus Angst) alles verpasst haben und viel weniger ihren Fehlschlägen, dürfte diese Erkenntnis ein bisschen Mut vermitteln, Neues anzupacken.
  • Wir werden aufgefordert, durch Neues festgefahrene Sichtweisen zu überprüfen und zu korrigieren. Das kann ungewohnt sein und manchmal auch ein bisschen unbequem. Am besten gelingt dies, wenn wir uns auf die positiven Aspekte des Neuen konzentrieren und nicht auf die negativen – wir werden immer beide Möglichkeiten finden und es liegt an uns, zu entscheiden, worauf wir uns konzentrieren möchten. Sehr anschaulich formuliert dies ein chinesisches Sprichwort: “Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.
  • Und da ist auch die Angst, auf die Nase zu fallen. Wie wäre es denn, sich selbst zu erlauben, Fehler zu machen oder gar zu scheitern? Meine Frage hierzu: Können wir jemals scheitern, wenn wir diese vielleicht unangenehmen Erfahrungen dazu nutzten, uns weiter zu entwickeln und uns zu verbessern? Fehler sind doch nichts weiter als Entwicklungs-Schritte, die uns schlussendlich voran bringen.
  • Es gilt auch, die Bequemlichkeit aufzugeben,  sich auf dem bereits Geschaffenen auszuruhen und die Gemütlichkeit einzutauschen gegen unbekannte Abenteuer, die einen mitunter an seine Grenzen bringen und auch manchmal ganz schön anstrengend sein können. Doch dieser Mut wird belohnt mit neuen Erkenntnissen, Erfahrungen, Fertigkeiten und Eindrücken. Man lernt sich dabei immer besser kennen und entwickelt sich weiter. Das macht glücklich und frei!
  • Ach ja, und dann ist da auch noch die Angst, abgewiesen zu werden oder nicht zu gefallen. Wie reagieren wohl anderer Leute auf unsere Veränderungen? Ja, vielleicht gefallen unserer Neuerungen anderen Menschen nicht. Doch WER lebt unser Leben? Wir sollten uns nicht abhängig machen von der Meinung anderer Menschen, sondern diese nutzen, um unsere eigene Wahrheit zu finden und den Mut zu haben, diese auch zu leben. Wir sollten uns für uns entscheiden, wollen wir jemals glücklich sein – den Mut zu Veränderungen aufzubringen, bevor uns das “Schicksal” vielleicht dazu zwingt.

Es geht nicht darum, dass wir unser Leben dauernd verändern sollten oder gar müssen. Es geht vielmehr darum, einmal die Ängste zu erkennen, die uns vielleicht davon abhalten, etwas in unserem Leben zu verändern, obwohl wir darunter leiden. Es geht darum, wirklich ehrlich zu sich zu sein, zu reflektieren und nicht auf das Klagen auszuweichen, was in der Welt alles besser sein sollte.

An dieser Stelle teile ich gerne ein arabisches Sprichwort, das zeigt, wo am sinnvollsten mit gewünschten Veränderungen begonnen werden sollte.

 

 “Willst Du Dein Land verändern,

verändere Deine Stadt.

Willst Du Deine Stadt verändern,

verändere Deine Straße.

Willst Du Deine Straße verändern,

verändere Dein Haus.

Willst Du Dein Haus verändern,

verändere Dich selbst.”

 

Und hier ist noch Xavier Naidoo für euch mit “Mut zur Veränderung“.

Dieser Song hat mir in herausfordernden Zeiten viel Kraft, Energie und Mut geschenkt, mich zu entscheiden, Dinge wirklich anzupacken und durchzuziehen. Ein genialer Text!

 

 

Welche Erfahrungen hast du mit Veränderungen gesammelt? Lebst du sie aktiv und entscheidest dich bewusst für sie oder reagierst du lieber auf sie, wenn es unumgänglich wird? Was lässt dich zögern oder wann hat sich dein Mut ausgezahlt? Wie fühlst du dich, wenn du auf die Nase fällst, wie reagierst du dann? Kannst du dir zugestehen, auch mal zu “scheitern” und daraus doch einen Profit zu ziehen?

Ich freue mich, wenn du deine Erfahrungen mit uns teilst!

 

Viel Mut und Spass bei den Veränderungen in euerm Leben! Mögen sie euch zu Glück und Freiheit verhelfen!

 

Herzlichst

Petra_Kuhn

 

 

 

 

Eure Petra Kuhn

 

 

 

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