Denk doch über mich, was du willst

 in Newsletter

Denn seien wir mal ehrlich, das ist es doch, was du ohnehin tust. Und es ist auch völlig in Ordnung, meinen Segen hast du. Es sind ja schliesslich deine Gedanken und du hast das Recht, über mich zu denken, wie es dir beliebt, weil es deine Sicht der Dinge ist und mit mir nichts zu tun haben muss, sondern viel eher mit dir selbst.

Doch wenn dem so ist, warum haben dann so viele Menschen Angst, was andere über sie denken könnten? Warum suchen sie so verzweifelt nach Anerkennung und Gefallen? Die Antwort ist einfach: Weil sie sich selbst nicht mögen, so wie sie sind.

Gründe, warum Menschen sich nicht mögen, höre ich in meiner Praxis zur Genüge und sie sind in ihrer Mannigfaltigkeit kaum zu erfassen. Ich sitze dann da und denke: „Warum sehen diese Menschen nicht, was ich sehe?“ Nämlich wie wunderbar sie sind, welche unglaublichen Fähigkeiten sie besitzen, wie einzigartig und wertvoll sie sind. Und weil sie das nicht sehen, nicht fühlen können, hoffen sie verzweifelt, das von anderen bestätigt zu bekommen.

Doch das ist ein Ding der Unmöglichkeit. Erstens bekommst du von aussen immer das bestätigt, was du tief in dir drin über dich selbst denkst und zweitens würdest du all die wundervollen Dinge ohnehin nicht glauben können.

Trotzdem versuchen viele Menschen, es möglichst allen recht zu machen. Sie stellen ihre eigenen Bedürfnisse hinten an, nur um den Erwartungen anderer gerecht zu werden. Damit erhoffen sie sich, dass die anderen sie ihr tief verborgenes Gefühl von Wertlosigkeit und des nicht zu genügen, vergessen lassen. Mit diesem Bemühen verraten sie jedoch immer wieder ihr eigenes Herz, verletzen sich selbst und entfernen sich von dem Menschen, der sie in Wirklichkeit sind. Denn wenn sie wirklich wüssten, wer und wie sie sind, dann könnten sie sich nur lieben und bräuchten dieses Gefühl nicht im aussen suchen. Dort werden sie es ohnehin nie finden…

Um im Leben wirklich glücklich und erfolgreich zu sein – was man darunter auch immer verstehen möge – gibt es für mich nur einen einzigen Weg. Der Weg der Selbstakzeptanz bis hin zur echten Selbstliebe. Der erste Schritt hierzu ist, dass man ein ehrliches Interesse hat, sich selbst kennen zu lernen. Dazu gehört, dass man seine Gefühle und Bedürfnisse, seine Stärken und Unzulänglichkeiten wahrzunehmen und auch zu akzeptieren beginnt. Wenn man dann auch noch aufhört, die Schuld für die eigenen schlechten Gefühle anderen zuzuschieben und die Verantwortung dafür selbst übernimmt, ist man bereits auf einem guten Weg, in ein freies, selbstbestimmtes, glückliches und liebevolles Leben.

Ich weiss noch gut, dass ich mich früher absolut nicht leiden konnte, mich hässlich und dumm fand und dass ich das Gefühl hatte, jemand wie ich hätte es gar nicht verdient glücklich zu sein. Womit denn auch? Auch mein gut von mir praktiziertes Helfersyndrom verweigerte mir das Gefühl, wirklich etwas wert zu sein. Egal, welche Leistungen ich auch erbrachte – und da gab es schon das eine oder andere zu verzeichnen – vermochten mich nicht aus meiner Welt der Minderwertigkeit herauszuholen.

Irgendwann hatte ich das Unglücklichsein dann doch satt und entschloss mich dazu, herauszufinden, wer ich wirklich war. Das entpuppte sich als gar nicht als so einfach, hatte ich mir im Laufe der Jahre die Fähigkeit der Selbsttäuschung ganz gut angeeignet. Doch wenn man etwas wirklich will, dann öffnen sich immer die richtigen Türen, so war es auch bei mir. Schritt für Schritt lernte ich mich immer besser kennen und akzeptieren. Ich mag inzwischen nicht nur meine Fähigkeiten und Stärken, sondern genauso auch meine Unzulänglichkeiten und Schwächen. Denn all das macht mich aus, macht mich menschlich und für mich auch liebenswert. Ich habe begonnen, mich selbst zu lieben, wie ich nun einmal bin und das befähigt mich, mein Gegenüber mit den gleichen Augen wahrzunehmen. Und ich sehe dabei so viel Schönes, wofür ich von ganzem Herzen dankbar bin! Mein Wunsch ist es, dass ich möglichst vielen Menschen dabei helfen kann, dieses Wunder ebenfalls in sich und in der Welt zu entdecken. Jeder einzelne Mensch trägt so viel Grossartiges, so viel Einzigartiges in sich und wenn wir das erkennen und leben, dann steuern wir unseren Beitrag für eine friedvollere Welt bei.

Also kümmere dich nicht länger darum, was wohl die anderen über dich denken könnten oder dir vorwerfen. Es sind deren Reflektionen. Kümmere dich lieber um dich, lerne dich kennen und lerne dich mögen – denn glaube mir, du bist wundervoll, wenn du dich nicht dagegen entscheidest. Überlasse nicht anderen die Aufgabe, dich glücklich zu machen – denn das können sie gar nicht – sondern kümmere dich selbst darum und sei so anderen ein Vorbild. Fliehe nicht in ein Helfersyndrom, wie ich es tat, sondern habe den Mut, bei dir selbst hinzusehen. Und dann erlaube dir, dich selbst zu sein! Nur du alleine bist der Schlüssel zu deinem eigenen Glück. Und wenn du das getan hast – gib den Schlüssel weiter. 😉

 

Liebevolle Grüsse

 

 

 

 

 

Eure Petra Kuhn

 

Weitere Beiträge
6 Kommentare
  • Natalie Raeber
    Antworten

    Hallo Petra. Ist es nicht spannend, dass Leute, so viel auf das Urteil von anderen geben, es gar nicht wahr haben wollen, wenn du ihnen was Positives sagst? Dieses Konzept geht nämlich wirklich nicht auf. Du beschreibst das sehr schön.

    Mit einer Aussage bin ich jedoch nicht einverstanden: “Wenn ich wirklich will…” und schreibst es auch noch fett – mit dieser Aussage, wird den Leuten die Schuld an ihrer Situation zugeschoben, und das hilft nicht. Es gibt Leute die wollen wirklich etwas und können dennoch nicht, da gilt es geanu hinzuschauen und nicht zu sagen “wenn du nur wirklich wolltest”. Viele Grüsse, Natalie

    • Petra Kuhn
      Antworten

      Liebe Natalie
      Herzlichen Dank für dein Feedback! Ja, da sind wir tatsächlich etwas anderer Meinung. Ich bin davon überzeugt, dass wir im Leben zu 100% die Verantwortung für unser Wohlbefinden übernehmen sollen – dabei geht es niemals um Schuld. Und wenn wir etwas wirklich wollen und bereit sind, dafür zu tun, was nötig ist, dann werden sich die entsprechenden Türen öffnen. Dazu gehört aber auch, dass man sich seinen eigenen Ängsten stellt und beharrlich dran bleibt, hinderliche Muster aufzulösen. Es ist ein langer Entwicklungsprozess der Beharrlichkeit, Ausdauer, sehr viel Ehrlichkeit mit sich selbst und Mut erfordert. Und wer diesen Weg wirklich gehen WILL, wird die nötige Unterstützung finden, ihn auch gehen zu können. Das ist meine Erfahrung und das ist auch wunderbar, denn so bleiben wir nicht als hilflose Opfer in unserer Ohnmacht gefangen. Wir haben es in unserer eignen Hand.
      Herzliche Grüsse, Petra

      • Oskar
        Antworten

        Meine Lieben, ich denke Ihr habt beide recht. 😉 Aus eigenem Erleben weiss ich, dass es durchaus möglich ist, dass uralte , über Inkarnationen hinweg ‘gepflegte’ Glaubenssätze tief in der Seele eingeprägt – in ‘Stein gemeisselt’ sozusagen – sein können welche mich daran hindern irgendwelche Schwellen zu überwinden. Da kann ich noch so wollen, es wird nicht funktionieren, so lange bis dies erkannt ist und – vielleicht mittels Hilfe von Dritten – aufgelöst wird. Aber auch dann wird es noch ein wenig dauern, bis sich die (neue) Erkenntnis im Grobstofflichen manifestiert hat. Herzlichst Oskar

  • Petra Kuhn
    Antworten

    Ja, lieber Oskar und wir haben genau JEZT die Möglichkeit, diese hinderlichen Muster zu erkennen und aufzulösen – wenn wir diese Chance nutzen wollen. Niemand hat behauptet, es sei einfach, doch möglich ist vieles. Schritt für Schritt… und was wir in diesem Leben nicht schaffen, na ja, dann vielleicht im nächsten. Ich jedenfalls finde es wunderbar, wie viele Chancen wir geschenkt bekommen, um zu erkennen, wo wir uns selbst noch blockieren und wie viele Möglichkeiten uns geboten werden, Wahres zu entdecken und unseres eigenen Glückes Schmied zu werden. Life is beautiful! 🙂

  • Susanna Heckendorn
    Antworten

    Liebe Petra

    Danke für deinen wertvollen Gedankenanstoss!

    Die wichtigste Voraussetzung für das Können ist, zu wissen, was man für sich selbst wirklich will. Und nicht das, was mein meint, wollen zu müssen…

    Herzliche Sonnengrüsse, Susanna

    • Petra Kuhn
      Antworten

      Liebe Susanna
      Wie recht du hast! Es ist nicht immer einfach, doch es lohnt sich, genau das herauszufinden!
      Herzlichst, Petra

Ein Kommentar hinterlassen