Macht und Ohnmacht

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Wie heisst es so treffend: „Wie innen, so aussen.“

Wie wahr diese Aussage ist, erlebe ich immer wieder – bei mir selbst und bei anderen Menschen. Wir selbst kreieren unsere Aussenwelt mit dem, was wir in unserem Inneren denken und fühlen. Wenn wir also nicht zufrieden sind mit unserem Job, unserer Umgebung, unserem Partner, der Welt etc., dann spiegeln diese Umstände nichts weiter als unser Innenleben. Und das Aussen wird sich nicht ändern, wenn sich unsere Innenwelt nicht ändert.

Ich kenne jemanden, der viel Gutes in sich trägt, sich leider fast ausschliesslich auf das konzentriert, das ihm nicht gefällt. Er hegt viel Wut auf die Regierung seines Landes und sammelt alles, was ihm diese Wut bestätigt. Er ist auch überzeugt, dass Menschen von Grund auf schlecht sind und verbringt täglich Stunden damit, Berichte zu sammeln, wie Tiere oder auch Menschen gequält werden, hasst Politik und Polizei. Da er in seinem eigenen Land keine Möglichkeit sah, seine beruflichen Ziele zu verwirklichen, entschied er sich, dies in einem anderen Land zu versuchen.

Was denkt ihr, wo muss es jemanden hinführen, der so viel Negativität in sich trägt, der sich so sehr auf die Schlechtigkeit der Menschen fokussiert? Natürlich in ein Land, wo ihm seine innere Gedankenwelt bestätigt wird. So erstaunt es nicht, dass dieser Mensch sich seit Jahren in einem Land befindet, das er nicht mag, wo Menschen öffentlich ausgepeitscht, gesteinigt und gefoltert werden. In diesem Land gibt es eine sogenannte „Moralpolizei“ (die er verachtet) – doch ein deutlicherer Spiegel könnte diesem Menschen nicht vorgehalten werden, trägt er in sich doch eine ganze Moral-Armee.

Erkennt man nicht, dass das Äussere nichts weiter als ein Spiegel seines eigenen Inneren ist und versucht krampfhaft das Aussen zu ändern, dann ist das ein Kampf, den man verlieren wird. Es ist so, als würde man den Schmutzfleck im Gesicht, den man in seinem Spiegelbild entdeckt, auf dem Spiegel entfernen wollen, anstatt auf seinem Gesicht. Hoffnungslos!

Auf diese Weise sind wir ohne Macht, ohnmächtig – mit all den negativen Emotionen, die dazu gehören.

Nur – wie komme ich von der Ohnmacht wieder in meine eigene Macht? Wie kann ich etwas verändern? Wie finde ich zu Glück, Freude und Fülle und kann all das mit anderen Menschen teilen?

Der wichtigste und wahrscheinlich mächtigste Tipp hierbei ist Dankbarkeit! Sei dankbar! Sei dankbar für all das, was gut ist in deinem Leben. Konzentriere dich auf die Dinge, die gut sind. Und je mehr du dich darauf konzentrierst, umso mehr gute Dinge wirst du entdecken und dann auch erleben. Das Gesetz der Anziehung funktioniert sehr zuverlässig!

Und dann schau einmal in deinem Inneren nach, was es vielleicht zurechtzurücken gäbe. Dein Aussen wird dir diese Dinge schon spiegeln. Bist du gewillt, die Verantwortung für dein Wohlbefinden selbst zu übernehmen und nicht länger den Umständen oder anderen Menschen die Schuld für alles Mögliche in die Schuhe zu schieben, dann wirst du geführt werden. Und vergiss nie, wofür du alles dankbar sein kannst. ;-)

Was alles möglich ist, wenn man zu 100% die Verantwortung für alles selbst übernimmt, zeigte Dr. Ihaleakala Hew Len in beeindruckender Art und Weise. Durch ihn wurde so auch die Hawaiianische Technik Ho’oponopono weltbekannt – eine Technik die durch Liebe, Verzeihen und Dankbarkeit aus dem Lot gefallene Dinge wieder in Ordnung bringt.

Dr. Ihaleakala Hew Len arbeitete von 1983 bis 1987 im Staatskrankenhaus Kaneohe Hawaii in einer speziellen Abteilung für kriminelle, wahnsinnige Gefangene. Ein Ort, an dem es kaum auszuhalten war und die Angestellten dauernd wechselten. Dr. Len liess sich die Akten der Patienten geben und fragte sich beim Studieren der Berichte ständig: „Was ist in mir, dass es so etwas in meiner Welt gibt?“ Er ging nicht davon aus, dass er die Patienten verändern oder heilen musste, sondern er suchte in sich die Resonanz zu dem, was er im Aussen erlebte. Hatte er diese Resonanz gefunden, dann schuf er mit Ho’oponopono wieder Ordnung in seinem Inneren. Dr. Len behandelte nicht die kriminellen Gefangenen, er behandelte sich selbst – und es dauerte nur einige Monate bis Unglaubliches geschah. Die Angestellten kamen plötzlich wieder gerne zur Arbeit, die ständigen Wechsel hörten auf, die Medikamente konnten teilweise stark reduziert oder sogar weggelassen werden und nach und nach „heilten“ die Gefangen – ohne dass Dr. Len mit ihnen gearbeitet hatte. Nach drei Jahren konnten alle Insassen bis auf zwei aus der Haft und Psychiatrie entlassen und diese Abteilung geschlossen werden.

Hier könnt ihr euch ein Interview mit Dr. Len anhören.

 

Dieses Beispiel soll zeigen, welche Macht wir in uns selbst tragen und dass wir alles, was uns im Aussen nicht gefällt, in uns selbst zurechtrücken können. Dort – und nur dort können wir Dinge verändern! Und wer damit einmal beginnt, wird erstaunt sein, wie sein Aussen sich „automatisch“ zu verändern beginnt. 🙂

Vielleicht habt ihr ebenfalls schon erlebt, wie sich euer Aussen wie von selbst verändert hat, nachdem ihr Ordnung in euch selbst geschaffen habt. Dann teilt uns das hier doch bitte mit.

Herzlichste Grüsse

Eure Petra Kuhn

 

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