HypnoKey Dezember 2012 – Keine Zeit

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Liebe Leserinnen, liebe Leser

Zum Ende des Jahres 2012 möchte ich mir die Zeit nehmen und all meinen Klientinnen und Klienten von ganzem Herzen für ihr Vertrauen und ihren Mut danken. Es gehört sehr viel Mut dazu, sich den eigenen belastenden Themen zu stellen und dafür auch die Verantwortung zu übernehmen. Ich bin dankbar, dass ich euch kennenlernen und ein Stück auf euerm Weg begleiten durfte. Herzlichen Dank auch für die vielen tollen Rückmeldungen, die zeigen, wie Menschen ihr Leben zum Positiven verändern können, wenn sie sich einmal dazu entschliessen. Dann geschehen kleine und manchmal auch grosse Wunder! 🙂

Und nun komme ich zu einem Thema, das mir seit Jahren immer wieder auf meinem Weg begegnet. Viele Menschen haben keine Zeit mehr, zu leben. Sie befinden sich  unter Dauerstrom und wenn sie mal zur “Ruhe” kommen, fühlen sie sich ausgepowert und energielos. Das Fatale an der Geschichte ist, dass diese Menschen zuhauf Gründe dafür finden, warum sie das Leben nach hinten verschieben müssen. Existenzängste und die Angst nicht zu genügen oder zu versagen, werden heutzutage noch und nöcher in der Gesellschaft und von unseren Arbeitgebern geschürt. Wer dem Vergleich nicht standhält, ist nicht lange im Rennen. Hier sollte man sich vielleicht einmal die Frage stellen: “Wer sagt das – und entspricht das auch wirklich der Wahrheit?”

Doch zurück zur Phrase: “Dafür habe ich leider keine Zeit.”

Ist euch bewusst, dass Zeit das wohl am gerecht verteilteste Gut auf Erden ist? Ausnahmslos bekommt JEDER Mensch pro Tag 24 Stunden zur Verfügung gestellt. Jede Stunde beinhaltet 60 Minuten und jede Minute wiederum 60 Sekunden. Wo sonst gibt es so viel Gerechtigkeit auf dieser Welt? Warum gibt es dann Menschen, die haben für alles Zeit und andere, denen fehlt die Zeit an allen Ecken und Enden, obschon ihnen der nächste Tag erneut, wie allen anderen auch, 24 unverbrauchte Stunden schenkt?

Die Aussage “ich habe keine Zeit” ist schlichtweg unwahr und bedeutet lediglich: “Ich nehme mir keine Zeit.” Zeit haben oder eben nicht haben ist nichts weiter, als Prioritäten zu setzen.

Wenn ich mir also keine Zeit für etwas nehme, bedeutet das, dass mir etwas anderes einfach wichtiger ist, und das ist in jedem Fall legitim und keineswegs verwerflich. Vorteilhaft ist lediglich, wenn man sich das auch selber eingesteht und nicht noch zusätzlich Zeit damit vergeudet, Ausreden und Rechtfertigungen dafür zu finden.

Vielleicht gönnt ihr euch einfach mal den Spass und rechnet eure Aktivitäten auf eine Woche hoch. Also Essen, Schlafen, Duschen, Hobbies, Einkaufen, Arbeiten, Arbeitsweg, Putzen, Kochen, Zeit für euch, Flimmerkiste, Zeit an dem viereckigen Teil mit Tastatur, Telefonieren, Simsen, Pausen, Zeit mit PartnerIn, Kindern, Kollegen, etc. – einfach ALLES, was pro Woche so anfällt. Und? Auf wie viele Stunden seid ihr gekommen? Solltet ihr 168 Stunden überschreiten, könnte es sein, dass ihr euch selbst falsche Angaben unterjubelt ;-). Wenn ihr ehrlich gerechnet habt, dann bleiben mit grosser Wahrscheinlichkeit ein paar Stündchen übrig, die ihr sicherlich ganz toll für eure Bedürfnisse nutzen könntet. Und wenn keine übrig bleiben sollten, dann wird vielleicht ersichtlich, wo Verbesserungen im persönlichen “Zeitmanagement” möglich sind. 😉

Lucius Annaeus Seneca erkannte zum Thema Zeit damals schon:  “Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.”

Wie gesagt, für jeden Menschen dauert ein Tag 24 Stunden. Wir wissen nur nicht, wie viele Tage uns insgesamt zur Verfügung stehen. Wenn wir also das Leben immer nach hinten verschieben, weil wir dauernd unseren “vermeintlichen Verpflichtungen” hinterher hetzen, kann es sein, dass wir zu unserem letzten Tanz aufgefordert werden, bevor wir uns dem Leben wirklich zugewendet haben.

Auf den Punkt bringt es auch Marie von Ebner-Eschenbach: “Wenn die Zeit kommt, in der man könnte, ist die vorüber, in der man kann.”

Es gibt diverse Gründe, warum viele von uns so fahrlässig mit ihrer Zeit und meist zwangsläufig auch mit ihrer Gesundheit hantieren. Ein gutes Stichwort hierfür: Unsere überholungsbedürftigen Wertevorstellungen, die uns prägen! Hier lohnt es sich wirklich, darüber einmal nachzudenken.

Ich befand mich selbst auch einmal in diesem unheilvollen Sog – war vollkommen zugepflastert mit beruflichen und privaten Verpflichtungen, Weiterbildungen und sonst noch so Allerlei. Es fühlte sich so an, als bliebe mir keine Sekunde, um einfach mal durchzuatmen. Mein Nervenkostüm drohte zu platzen, doch das nahm ich gar nicht mehr wahr. Mein grosses Glück war damals, dass mich Katharina Hospenthal während meiner Ausbildung zur Psyschoenergetischen Lebensberaterin unter ihre Fittiche nahm. Dafür kann ich ihr nicht genug danken! Während eines Seminars in Frankreich konfrontierte sie mich derart hart mit meinen inneren Widerständen, dass ich keine Möglichkeit hatte, mich da wieder heraus zu winden. Für so einen kleinen Sturschädel wie mich war das erst mal eine ziemlich brutale Erfahrung – wieso sollte ich mir auch eingestehen müssen, diesen ganzen Wahnsinn nicht doch auf die Reihe zu bekommen? Doch diese Erfahrung erwies sich nach dem ersten Schock als eine der besten für meinen weiteren Lebensweg. Ich löste mich umgehend und rigoros von allen Verpflichtungen, die meinem eigentlichen Ziel zu diesem Zeitpunkt nicht dienlich waren und fokussierte meine Energie auf die wirklich wichtigen Dinge in meinem Leben. So gewann ich mein Leben und meine Freiheit zurück!

Einige Zeit nach diesem Seminar las ich ein Buch von Louise L. Hay. Am Schluss schrieb sie mit einem zwinkernden Auge, dass sie nicht nur anhand körperlicher Probleme, sondern auch aufgrund von Autopannen auf die seelischen Disharmonien der Besitzer schliessen könnte. So zertrümmerte ein Stein die Windschutzscheibe eines Halters, der vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sah – und dann auch nicht mehr durch seine Autoscheibe. Ein anderer hatte das Gefühl, er käme einfach nicht vom Fleck. Sein Wagen blieb mit geplatzten Reifen auf der Autobahn stehen. Tja, und mein vierrädriger Freund hatte tatsächlich auch einen kleinen Defekt in der Zeit, als ich schon eher mehr als weniger auf dem Zahnfleisch lief. Der Warnton für das Nichtausschalten des Lichts funktionierte nicht mehr. Und natürlich vergass ich einmal, das Licht  auszuschalten und dann war die Batterie meines Wagens leer… Ich könnte an dieser Stelle noch einige zutreffende Beispiele aufzählen, doch das tragischste muss reichen. Der Wagen eines Freundes, der massiv Raubbau mit seiner Zeit und Gesundheit betrieb, blieb auf der Autobahn mit Motorschaden liegen. Nach einem weiteren Jahr nicht verändertem “Lebenswandel” war es dann nicht mehr der Motor des Wagens, der seinen Dienst versagte, sondern derjenige seines Halters…

Solltet ihr vielleicht auch gefährdet sein, euer Leben nach hinten zu verschieben und fühlt euch dabei gestresst oder einfach irgendwie unwohl, dann überprüft doch bitte eure Prioritäten oder eingeimpften Glaubensmuster. Es lohnt sich in jedem Fall! 🙂

Ich stimme Giovanni Guareschi daher zu, wenn er feststellt: “Zeit haben nur diejenigen, die es zu nichts gebracht haben. Und damit haben sie es weitergebracht als alle anderen.”

In diesem Sinne wünsche ich euch von Herzen, dass ihr es mit viel Spass, Lebensfreude und ganz viel Zeit weiter bringt als alle anderen!

Geniesst die vorweihnachtlichen Tage und das restliche Jahr 2012, das wohl kaum mit dem 21. Dezember (Ende des Maya-Kalenders) enden wird. 😉

 

 Eure Petra Kuhn

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