HypnoKey Juli 2012 – Masken & Wahrhaftigkeit

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Liebe Leser, liebe Leserinnen

“Ehrlich währt am längsten”, oder “Lügen haben kurze Beine.”

Wir alle kennen diese Sprichworte und doch werden wir immer wieder mit unserer fehlenden Wahrhaftigkeit konfrontiert – immer dann, wenn wir leiden… Und damit meine ich noch nicht mal dieses bewusste Lügen, denn ich gehe davon aus, dass Menschen, die bewusst lügen, davon wissen. 😉

Vielmehr neigen wir Menschen dazu, uns selbst und auch anderen etwas vorzumachen und manchmal sind wir so geübt in dieser Fertigkeit, dass wir das gar nicht mehr selbst wahrnehmen. Vielleicht fragen wir uns manchmal, warum wir bei verschiedenen Dingen einen schalen Nachgeschmack verspüren oder warum unser Leben nicht in anderen Bahnen verläuft. Und um uns dann nicht mit uns selbst und der Wahrheit zu beschäftigen, beginnen wir uns mit allem Möglichen und Unmöglichen abzulenken. Der schale Nachgeschmack lässt dann auch nicht lange auf sich warten. In der Informatik würde ich hier von einem Loop sprechen 😉

Wahrhaftig zu sein, bedeutet, zu jeder Zeit die EIGENE Wahrheit zu leben, seine Gefühle zu zeigen und zu ehren. Das erfordert den Mut, für seine eigene Wahrheit gerade zu stehen und das zu vertreten, was man für richtig hält, auch wenn man dafür von den anderen nicht anerkannt wird. Ehrlich zu sich selbst zu sein, bedeutet auch, seine eigenen Schattenanteile liebevoll anzusehen und seine selbst geschaffene Welt aus Masken und Lügen zu enttarnen.

Fatalerweise erschaffen wir uns unsere Masken-Welt, um von anderen anerkannt und geliebt zu werden und wir hoffen, uns auf diese Weise vor weiteren Verletzungen zu schützen. Auf längere Sicht geschieht leider gerade das Gegenteil davon.

Nur wenn wir lernen, wahrhaftig authentisch zu sein, egal welche Unannehmlichkeiten wir befürchten, beschreiten wir den Weg zu Freiheit, Glück, Lebensfreude, innerem Frieden und Erfolg.

Es lohnt sich also, sich zu fragen, wo wir Dinge in unserem Leben verfolgen, die mit unserer inneren Wahrheit nicht übereinstimmen. Wo leben wir Unwahrheit und Verleugnung, weil wir uns nicht trauen, uns zu unserer Wahrheit zu bekennen?

Viele von uns sind “fremdbestimmt“. Wir leben dann das Leben einer anderen Person, leben andere Erwartungen und Vorstellung, anstatt wahrhaftig zu den eigenen Visionen, Vorstellungen und Gefühlen zu stehen und diese zu leben. Und wir merken es noch nicht einmal…

Schreien Sie jetzt innerlich: “Nein, ich doch nicht!” ?  Sind Sie wirklich sicher? Dann herzliche Gratulation! 🙂

Ich kann das leider immer noch nicht von mir behaupten. Obwohl ich mich bereits seit Jahren bemühe, meine Masken bewusst abzulegen, werde ich im Aussen nach wie vor ab und an mit Situationen oder Menschen konfrontiert, die mich eines Besseren belehren.

Wie erkenne ich diese Hinweise?

  • wenn ich “Ja, aber” sage oder mich das bei anderen stört – dann ist das ein sicheres Zeichen für meine inneren Widerstände und die sind immer ein Zeichen von Unehrlichkeit, ein Zeichen, an etwas festhalten zu wollen, das nicht mit meiner inneren Wahrheit übereinstimmt. Denn diese Wortkombination ist in sich selbst einfach nichts weiter als eine Lüge.
  • wenn ich zu häufig “eigentlich” über die Lippen bringe – denn damit dokumentiere ich, dass ich innerlich nicht wirklich zu dem stehe, was ich sage.
  • wenn ich belogen werde oder mitbekomme, wie andere einander anlügen – dann ist es höchste Zeit, mich zu fragen, wo ich mir selbst oder anderen wieder einmal etwas vormache; wo ich selbst nicht zu mir stehe, mir selbst untreu werde.
  • wenn ich das Gefühl habe, dass irgendetwas gar nicht so läuft, wie ich mir das wünsche oder mich einfach schlechte Gefühle beschleichen – dann kann ich davon ausgehen, dass ich in einem Bereich nicht zu mir selbst stehe.

Anhand solcher Hinweise gelingt es mir, meinen Weg immer wieder zu korrigieren, um Schritt für Schritt authentischer, freier und glücklicher zu werden.

Ich selbst habe zu jeder Zeit die Macht über meine Gedanken und Gefühle, wenn ich sie nicht nach aussen hin abgebe und mich im Opferdasein suhle. Ich brauche die äusseren Hinweise lediglich als hilfreiche Chancen anzunehmen und sie auf mich zu projizieren, damit Heilung möglich ist, anstatt ihnen mit Widerstand und Ärger zu begegnen.

In diesem Sinne belebende Sommergrüsse

Ihre Petra Kuhn

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