HypnoKey November 2012 – Loslassen

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Liebe Leser, liebe Leserinnen

Meister-Eckhart benennt es treffend: „Wer werden will, was er sein sollte, der muss lassen, was er jetzt ist.“

 

Wenn wir uns an Altem, Bekannten festklammern, selbst wenn es stresst, uns bekümmert oder gar krank macht, behalten wir, was wir bereits haben: Stress, Kummer, Sorgen, Wut, Trauer, Unzufriedenheit, Krankheit.

 

Warum lassen wir dann nicht einfach los, wie es Buddha vorschlägt? Warum fällt Loslassen so schwer?

 

Weil wir dann auch das Bild, das wir bisher von uns selber hatten, ebenfalls ein Stück loslassen oder gar ganz über den Haufen werfen müssten. Denn alles, was wir bisher erfahren, erlebt und gelernt haben, macht unsere „Persönlichkeit“ aus und ist fest in unserem Unterbewusstsein verankert. Und unser Unterbewusstsein will uns vor einem möglichen Identitätsverlust schützen. Es ruft uns deshalb auch dauernd all unsere, bei weitem nicht immer vorteilhaften, Glaubenssätze und Erfahrungen in Erinnerung und beeinflusst so auch unser Denken.

 

Doch ist es wirklich erstrebenswert, wenn wir an unserer „Persönlichkeit“ festhalten, vor allem dann, wenn wir uns einmal anschauen, woher das Wort „Person“ stammt?

 

Herkunft des Wortes Person:

Das Wort Persona bezeichnete eine Maske, die in der Antike von Schauspielern des griechischen Theaters getragen wurde, um eine Rolle zu typisieren.

 

Die meisten Etymologen sind zudem der Meinung, dass das Wort Person vom etruskischen Wort „phersu“ stammt, das nichts anderes als „Maske“ bedeutet.

 

Ist es nicht so, dass wir uns häufig eine Maske überstülpen und eine Rolle spielen, nur um uns an Gelerntem festzuhalten, selbst wenn es stresst? Wir suchen nach Anerkennung, Wertschätzung und geben vor, jemand zu sein, von dem wir denken, ihn sein zu müssen, um zu erhalten, was wir uns ersehen. Schliesslich wurde uns ein Leben lang eingetrichtert, wie wir uns verhalten müssen, um akzeptiert und anerkannt zu werden. Und in dieser Maskerade haben wir irgendwann uns selbst, unseren Halt und unser Vertrauen verloren.

 

„Das, was du heute denkst, wirst du morgen sein.“ (Buddha)

 

Wenn Buddhas Aussage auch nur im Ansatz stimmt, dann wird es sich lohnen, wenn wir unser eigenes (stressvolles) Denken hinterfragen und uns nicht dauernd denken lassen. Auf diese Weise bekommen wir eine ganz andere Sichtweise der Dinge. Das alleine lässt schon viel Stress los, denn die Dinge sind nun einmal so, wie sie sind, egal ob wir sie so mögen oder nicht. Sie sind, was sie eben sind.

 

Doch wir haben die Möglichkeit, die Dinge anders zu betrachten, alte Sichtweisen loszulassen und so offen für neue, bereichernde Erfahrungen zu sein. Wenn wir auch noch lernen, unsere Projektionen, die wir nach aussen richten, zurückzunehmen, dann finden wir die Wahrheit in uns selbst. Dann können uns negative Glaubensmuster und Gedanken loslassen und wir finden zu innerem Frieden. Wir finden uns selbst wieder und können uns unserer Masken entledigen.

 

Eine wunderschöne Parabel zu innerem Frieden:

 

Wenn du immer recht haben willst, wirst du die Welt unvollkommen finden und versuchen, sie zu verbessern. Dann erwarte aber nicht, inneren Frieden zu erlangen.

 

Wenn du inneren Frieden finden willst, suche nach falschen Überzeugungen und Erwartungen in dir. Versuche, sie zu ändern, nicht die Welt – und sei stets bereit, unrecht zu haben.

 

Was also wollen Sie? Recht haben oder glücklich sein?

 

Durch das Loslassen alter Strukturen, Verhaltensweisen, Denkmuster und Abhängigkeiten, finden wir immer mehr zu uns selbst und dadurch verändern sich auch die Menschen in unserem Umfeld.

 

Ein altes indianisches Sprichwort lautet sinngemäss: Wenn dein Pferd tot ist, ist es Zeit abzusteigen.

 

Wollen wir also weiterhin ein totes Pferd reiten und Schauspieler in einem vorgegebenen Stück bleiben, oder unsere eigene Wahrheit in uns selbst finden?

 

Eine einfache und wunderbare Technik zu einem befreiten, stressfreien Leben ist „The Work“ von Byron Katie. Mir selbst hat diese Arbeit eine völlig andere Sichtweise auf die Dinge ermöglicht und erleichtert mir, anzunehmen, was ist und loszulassen, was belastet oder gehen möchte. Das ist Freiheit!

  

Wer sich für diese Technik interessiert, hat die Möglichkeit, am Samstag, den 10. November 2012, am letzten The Work-Seminar in diesem Jahr teilzunehmen: „Schluss mit Stress und schlechten Gefühlen!“

Befreiende Grüsse

Ihre Petra Kuhn

 

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