HypnoKey September 2012 – Überlebensstrategien

 in Newsletter

Liebe Leser, liebe Leserinnen

In meinem letzten Newsletter habe ich über Wahrhaftigkeit geschrieben, also zu jeder Zeit die EIGENE Wahrheit zu leben und nicht jene von anderen Menschen.

Einer meiner Leser hat mir geschrieben, dass wir halt in einer Gemeinschaft leben und wenn wir dort bestehen wollen, dann müssten wir uns zumindest äusserlich anpassen und zeitweilen eine Maske tragen, um wahrhaftig zu bleiben. Desweiteren hat er mich gebeten, etwas über Überlebensstrategien zu schreiben.

Überlebensstrategien? Hier bei uns? Klingt im ersten Moment etwas absurd. Schliesslich müssen wir keine Mammuts mehr jagen, um sicher über den Winter zu kommen.

Und trotzdem entwickeln die meisten Menschen auch in unseren Breitengraden Überlebensstrategien, um die meistgesuchte Emotion zu befriedigen, die tief in unserem sogenannten Reptilienhirn sitzt und wirkt: Dem Zugehörigkeitsgefühl.

Warum ist es so wichtig, dass wir dazu gehören? Warum brauchen wir dieses Gefühl so dringend? Warum brauchen wir Bestätigung, Anerkennung, Akzeptanz von aussen und sind dafür sogar bereit, Masken zu tragen, uns selbst zu verleugnen, bis wir uns irgendwann tatsächlich selbst nicht mehr kennen? Wir haben es oftmals schlichtweg verlernt, uns selbst wahrzunehmen, uns zu spüren, uns zu SEIN.

Die Antwort liegt im ältesten Gehirnteil, dem Stammhirn, das auch als Reptilienhirn bezeichnet wird. Dieser Teil des Gehirns regelt die primären Lebensfunktionen wie Atmung und Herzschlag und ist auf unser Überleben ausgerichtet. Er ist also für den „Wettbewerb“ im Überlebenskampf zuständig und regelt unsere Angriffs- und Selbstverteidigungsmechanismen.

Das Reptilienhirn weiss aus Urzeiten, dass der Mensch nur in der Sippe, also der Gemeinschaft überlebensfähig ist. Wie sonst ist ein Mammut zu erlegen?

In Urzeiten ging es also bei dem Zugehörigkeitsgefühl tatsächlich um das nackte Überleben. Wer sich nicht anpasste und aus der Sippe ausgestossen wurde, hatte keine Überlebenschancen.

Damit wir dieses „Urgefühl“ auch in unserer Zeit nicht vergessen, setzt in frühester Kindheit die „Erziehung“ ein. Es wir uns die bedingungslose Liebe entzogen und wir werden darauf programmiert, wie wir uns zu verhalten haben, wollen wir Anerkennung und Liebe erhalten. Wir müssen vorgegebene Bedingungen erfüllen, uns vom Selbst-SEIN verabschieden und richtig funktionieren, um dazu zu gehören.

Irgendwann haben wir dann den Dreh raus und schaffen uns in irgendeiner „Sippe“ (eine reichhaltige Auswahl ist ja vorhanden) eine „wohlige“ Komfortzone, die wir höchst ungern verlassen. Gerne sind wir auch bereit, uns weiterhin zu verleugnen und zu verbiegen, um zu bleiben wo wir sind. Schliesslich ist die Macht der Gewohnheit der härteste Kleister der Welt.

Doch das Nicht-Wahrhaftig-Sich-Selbst-Sein hat meist einen hohen Preis.

Wie viele Menschen fühlen sich gestresst, leiden unter Migräne, Rückenschmerzen, Bluthochdruck, fühlen sich energielos und kennen Lebensfreude lediglich als Wort, nicht aber als Gefühl? Burnout, Boreout, Depressionen, Unzufriedenheit, Ängste und so vieles mehr gehören zur Tagesordnung.

Das Einzige, das wirklich helfen würde, wäre seine Komfortzone zu verlassen, über sich selbst hinaus zu wachsen. Das hiesse jedoch auch, sein EGO, seine „Persönlichkeit“ (kommt vom Wort Persona, was bezeichnenderweise Maske bedeutet) über Bord zu kippen und sich selbst zu finden. Denn: Wer im Aussen sucht, was er sich selbst im Inneren verwehrt, wird nie fündig werden.

Doch um fündig zu werden, müssten wir erst mal wissen, was wir WIRKLIHCH WOLLEN! WAHRHAFTIG WOLLEN!

Und? Wie lautet Ihre Antwort? Was wollen Sie?

Die meisten Leute wissen lediglich, was sie NICHT wollen.

Tja, und genau DAS wird in diesem Augenblick von den Helfern des Universums liebevoll verpackt und versendet. Die Energie folgt unserem Fokus, unserer Aufmerksamkeit. Ist unser Fokus auf das ausgerichtet, was wir NICHT wollen, bekommen wir genau das…!

Oftmals höre ich dann, man müsse halt Kompromisse eingehen. Das heisst aber schon wieder, seine eigenen Bedürfnisse mit Füssen treten.

Kompromisse sind doch nichts anders, als dass beide Parteien ihre Bedürfnisse mit Füssen treten und somit sind beide unglücklich.

Um wirklich glücklich zu sein, seinen inneren Frieden zu finden, führt kein Weg daran vorbei, zu lernen, WAHRHAFTIG zu sein, wirklich zu sich und seinen Bedürfnissen zu stehen; ehrlich und ohne Masken zu leben, sich SELBST zu finden und zu SEIN. Erst dann ist es möglich, Vereinbarungen zu treffen, die zu aller Zufriedenheit bestehen können und es braucht nicht länger faule Kompromisse.

Glück ist übrigens immer lediglich die Akzeptanz von dem was ist!

Wir schaffen uns unsere Welt alleine durch die Augen, mit denen wir sie betrachten.

Wir alleine geben den Dingen ihre Bedeutung!

Wir sind also jederzeit der Steuermann unseres Lebens. Wir müssen das Steuer lediglich in die Hand nehmen und steuern. Wer noch  nicht so genau weiss, wie man ein solches Steuerrad bedient, ist herzlich eingeladen, diese Bedienung am nächsten „The Work“ Seminar zu lernen und zu erfahren.

Sonnige Herbstgrüsse

Ihre Petra Kuhn

 

 

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